Infos zum alten & neuen Müngersdorfer Stadion
Nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit wurde schließlich im
Jahre 1923 im Kölner Westen, genauergesagt im Stadteil Müngersdorf, das
sogenannte "Müngersdorfer Stadion" eingeweiht. 1975, also leider ein Jahr zu
spät für die WM'74, erfolgte dann ein Neubau. Über 60.000 Zuschauer hatten
nun Platz in dem Stadion, welches in Deutschland das Erste mit vollständiger
Überdachung des Zuschauerbereiches war. Im Laufe der Zeit sank die
Fassungskapazität auf die heutige Zahl von 42.000, hauptsächlich durch die
Umwandlung eines Großteils von Stehplätzen in Sitzplätze.
Das derzeitige Müngersdorfer Stadion - Bild © bei Reinaldo Coddou H. / Fanmagazin "11 Freunde"
In Anbetracht der an Deutschland vergebenen Weltmeisterschaft 2006
beschloß die Stadt Köln Ende November einen weiteren Umbau des inzwischen veralteten
Stadions, mit dem voraussichtlich im Dezember 2001 begonnen werden wird. Zu Beginn der
Rückrunde der Saison 2003/04 (hoffentlich!) steht dem FC dann endlich ein reines
Fußballstadion zur Verfügung, denn die Tartanbahn wird wegfallen.
Den Zuschlag erhalten hat ein Modell der renomierten Architekten Volkwin
Marg und Meinhard von Gerkan, deren Vorschlag mit an den Ecken des Stadions positionierten
Neontürmen, sowie der an die Rodenkirchener Brücke erinnernden Verbindung der
Türme angeblich einzigartig auf der Welt sein soll.
Modell des neuen Stadions
Vonstatten gehen wird der Umbau parallel zum Spielbetrieb, pro Halbserie
eine Kurve, wobei jeweils eine Mindestkapazität von 30.000 Plätzen verbleiben
soll. Nach Abschluß der Umbauarbeiten steht für normale Ligaspiele schließlich eine
Kapazität von 51.500 Plätzen zur Verfügung, aufgeteilt in 41.500
Sitzplätze und 10.000 Stehplätze; bei internationalen Spielen werden maximal
46.200 Zuschauer im Stadion Platz finden, wobei sich in diesem Falle dann alle setzen
dürfen.
Neben den neu zu errichtenden Fanshop, Kinderhort, Restaurant und FC-Museum wird auch die
Geschäftsstelle des 1.FC zukünftig in den Räumlichkeiten des Stadions
aufzufinden sein. Aber keine Sorge, die allseits beliebten Reibekuchenbüdchen werden
bestehen bleiben.
Das neue Stadion "by night"
Leider mußte man mit Beginn der Bauarbeiten auch vom altbekannten Namen
"Müngersdorfer Stadion" Abschied nehmen, denn der 1.FC Köln folgte dem Vorbild
des Hamburger SV, und vermietete Stadionnamen an ein Unternehmen. So gibt der Kölner
Energielieferant GEW mindestens bis 2007 seinen guten Namen her; so daß das Stadion nun
in das "RheinEnergieStadion" umgetauft wurde. Sicher etwas gewöhnungsbedürftig,
aber allemal besser als BayArena, AWB-Arena oder gar AOL-Arena...
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